Selbst in den ärmsten Vierteln der Welt verdienen Kinder einen sicheren und geschützten Raum zum Lernen und Wachsen. Doch für die Schülerinnen und Schüler der Soma Nuru Schule in Nairobi ist diese grundlegende Sicherheit bedroht. Eine neu eröffnete Bar direkt neben ihrer Schule bringt eine Welle von Gefahren mit sich, die das fragile Fundament ihres Lernumfelds erschüttern.
Lesen Sie weiter, um zu verstehen, warum diese Situation dringend Ihre Aufmerksamkeit erfordert und wie Sie helfen können.
Wir, die in Mitteleuropa aufgewachsen sind, können uns kaum vorstellen, wie das ist, neben der grossen Herausforderung, die monatlich entstehenden Kosten für Lebensmittel fürs Essen und Trinken, Holzkohle zum Kochen, Schulmaterial, Miete, Strom, Lehrkräfte, Köchin usw. für die Schule aufzubringen und dann auch noch – wie in den letzten Monaten zusätzlich Dürre und Flut zu überstehen.
Aber damit nicht genug.
Jetzt steht die nächste Bedrohung wortwörtlich direkt vor der Türe der Schule: Angrenzend an das kleine Schulgelände wurde eine Bar eröffnet, was leider vielfältige Gefahren für die Kinder darstellt:
Mangelnde Hygiene
Die betrunkenen Gäste der Bar laufen über das Schulgelände und benutzen das einzige WC am Ort, was ein zusätzliches gesundheitliches Risiko für die Kinder und Mitarbeiter mit sich bringt.
Der einzige Wassertank für das Wasser der Schule (für Getränke & Kochen) ist an der Grundstücksgrenze zur neuen Bar, was die grosse Gefahr von Verunreinigung und Diebstahl mit sich bringt. Ausserdem gibt es bei der Bar keine sanitären Abwasseranlagen und so rinnt jetzt schmutziges Wasser aus kaputten Rohren zum Schulgelände.

Keine Sicherheit
Durch den vielen Alkohol entsteht nun leider in der Nachbarschaft auch mehr Kriminalität und Gefahren, besonders für Mädchen und andere schutzlose Kinder. Auch die Gefahr von Einbruch & Diebstahl vom Schuleigentum – für das Soma Nuru Monat für Monat kämpft – ist nun massiv erhöht.
Es gibt keinen schützenden Zaun um die Schule und die neue Bar grenzt an das Schulgelände direkt an den einzigen Schulhof für alle Kinder für die Pause und Spiele.
Die Situation jetzt
Der Unterricht wird seit Eröffnung der Bar in hohem Masse gestört, da ständiger Lärm, chaotisches Verhalten, (vulgäre) Musik und unangenehme Gerüche die Konzentration im Unterricht erschweren. Besonders ab Freitag und am Wochenende startet die Betriebsamkeit in der Bar schon sehr früh, was den Unterricht am Freitag und Samstag und die schulischen Spiele, Lernaktivitäten und Theaterproben samstags nach der Schule extrem beeinträchtigen.
Es besteht laut Dalmas eine grosse Gefahr, dass die Kinder nun selbst zu Alkohol und Drogen verleitet werden, da intensiv & lautstark für die Bar Werbung gemacht wird.
Die Bar ist in keinster Weise mit einer üblichen Bar in Europa zu vergleichen. In den Slums wird (illegal) Alkohol gebrannt. Das ist für die Konsumenten gefährlich, da er giftige Mittel wie Methanol enthält, was zu Erblindung, Organversagen und zum Tod führen kann. Auf dem nachfolgenden Bild sehen Sie eine Frau beim Zubereiten der alkoholischen Brühe.

Hinzu kommt, dass die Vertragssituation mit der Vermieterin vom Schulgelände seit längerem schon sehr schwierig ist. Es besteht immer die Gefahr, dass sie die Miete erhöht oder sie Dalmas kündigt und die Schule dann keine Bleibe mehr hätte.
Letztens hatte die Vermieterin der Schule den Strom abgestellt, weil Dalmas die Zahlung nicht pünktlich leisten konnte. Und das obwohl er ihr schon ein Datum für die Zahlung ein paar Tage später zugesichert hatte.
Der Vermieterin gehört auch das Gelände, welches sie an die neue Bar vermietet hat. Aus diesem Grund besteht für Dalmas keine Möglichkeit mit Hilfe der Polizei für Ordnung und Schutz zu sorgen, da die Gefahr besteht, dass in Folge einer polizeilichen Intervention die Vermieterin die Soma Nuru Schule rausschmeißt.
Was wir jetzt tun müssen
Wir haben im gleichen Gebiet des Slums ein neues Grundstück zur Miete entdeckt, auf dem eine ehemalige Schule ihren Betrieb hatte. Der Vermieter ist zudem ein ehemaliger Lehrer.
Der neue Standort bietet folgende massiven Vorteile:
- Ehemalige Schule: schülergerechtere Infrastruktur mit möglichen 3 Toiletten ausschliesslich für die Schüler & das Personal. Die Querlüftung durch grössere Fenster und Räume sorgt für bessere Raumluft.
- Vertrauenswürdiger Vermieter: ehemaliger Lehrer mit Verständnis für die Situation, der Dalmas mit dem Preis bereits massiv entgegengekommen ist.
- Sicherheit: Das gesamte Grundstück ist mit einer schützenden Mauer umgeben. Lernbereiche und die Kinder sind somit vor lauten Orten wie Bars innerhalb des Geländes geschützt. Zusätzlich wird es von einem Sicherheitsmitarbeiter bewacht.
- Katastrophensicherheit: Die Gebäude sind so konstruiert, dass sie lokalen Umweltrisiken wie Stürmen standhalten.Die bestehenden Gebäude wurden mit robusten Baustoffen wie Stahlbeton und gemauerten Wänden errichtet.
- Mehr Raum & Bewegungsfreiheit für die Kinder, um zu lernen & zu spielen, mit der Möglichkeit in der Zukunft weitere Kinder (insgesamt über 300 Kinder) und Lehrkräfte aufzunehmen, sobald die nötige Finanzierung es zulässt.
Aus diesem Grund haben wir eine gofundme-Kampagne gestartet, um die Miete für das erste Jahr und die Renovationskosten aufzubringen. Unten seht ihr ein Foto vom neuen Schulgebäude.
Euer Beitrag macht einen grossen Unterschied und könnte einen neuen, baldigen Zufluchtsort für die Schüler möglich machen.
Wir wenden uns also an euch, weil wir die Unterstützung von vielen Menschen brauchen und ganz fest daran glauben, dass wir gemeinsam das Leben der Kinder von Soma Nuru langfristig verändern können.
Jeder Beitrag macht einen Unterschied und wir danken schon im Voraus allen Menschen für jegliche Unterstützung & Fürsorge.

